Über die Entstehung von 2+2 = Glück
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil mich meine Freundin und Autorin Alexandra Kamarow dazu animiert hat.
Das ist allerdings nicht die ganze Wahrheit. Ich hatte noch viel mehr Gründe. Zum einen wollte ich eine Lebensgeschichte schaffen, die ich selbst so gern erlebt hätte, naja, den Franky und den Tod meiner Eltern lieber nicht. Ich bin selbst eine trans* Frau, konnte aber leider meine Transition erst sehr spät beginnen, da vor 1995 das Thema mehr oder weniger unbekannt war. Es gab keine Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen und man stand somit ziemlich allein da. Wahrscheinlich hätten meine Eltern es auch nicht verstanden, aber vielleicht tue ich Ihnen da Unrecht.
Zum anderen wollte ich das Thema lesbische Liebe und Transsexualität thematisieren und zeigen, dass diese ganz normal sind und auch eine lesbische Frau mit einer trans* Frau glücklich werden kann. Trans* Frauen sind Frauen und keine verkleideten Männer. Sie fühlen wie Frauen, sehen aus wie Frauen und haben, sofern keine medizinischen Gründe entgegenstehen, weibliche Geschlechtsmerkmale und kein Testosteron. Ich bin mit meiner Partnerin seit vielen Jahren glücklich verheiratet. Leider hatten wir aber nicht so viel Glück wie Jessy und Gabi, was Kinder anbelangt. Allerdings weiß ich durchaus aus eigener Erfahrung, wie stark eine Bindung in kurzer Zeit werden kann, wenn man ein Baby auf den Bauch gelegt bekommt. Ich durfte diese Erfahrung mit meinem Patenkind machen, wofür ich sehr dankbar bin.
Aber kommen wir zu der Geschichte. Die Charaktere Gabi und Jessy sind der Wirklichkeit entnommen, hier wurden jeweils Vornamen von meiner Frau und mir herangezogen. Auch unsere Berufe stimmen, nur hatte Gabi kein eigenes Geschäft, sondern war angestellte Optikerin. Ich bin tatsächlich freiberuflich tätig, habe aber keine Angestellten. Auch haben wir beste Freundinnen, die Namen und Beschreibungen sind hier allerdings frei erfunden.
Charly und Frodo hat es ebenfalls wirklich gegeben, sie sind inzwischen beide leider im Hundehimmel. Die Zeichnung auf der Umschlagseite ist aus einem Foto der beiden beim Spazierengehen entstanden. Allerdings war Frodo nicht Gabi‘s Hund, sondern gehörte einer Freundin. Charly ist im – für einen großen Hund- biblischen Alter von 16 Jahren von uns gegangen. Allerdings hatten wir Charly erst vor 2 Jahren gehen lassen müssen, nach einer langen Reihe anderer Tierheimhunde vor ihm.
Es entsprachen noch ein paar mehr Szenen mit anderen Hunden der Wahrheit. Insbesondere gab es tatsächlich Möhrchen. Er konnte auf den Hinterpfoten stehend seine Vorderpfoten auf meine Schultern legen und ich bin immerhin 205 cm groß. Dabei hatte er das Gemüt des Berhardiners und das Aussehen eines Rottweilers. Die beiden französischen Bulldoggenmädchen (Akira und Baika) und den zugehörigen Rüden (Buddy) gibt es noch heute. Sie wohnen in der Nachbarschaft und freuen sich immer, wenn wir uns sehen. Franky ist zum Glück nur reine Fiktion, sowie der Großteil der Handlung.
Tatsächlich wahr ist die Szene mit dem Personalausweis. Ich habe meine Frau damals tatsächlich gebeten, mir ihren Ausweis zu zeigen, da ich ihr Alter nicht glauben konnte. Danach war das Thema für uns erledigt. Auch wahr ist die Szene mit dem Geburtstagsgeschenk. Nur war es zum damaligen Zeitpunkt keine Smartwatch, die gab es da noch nicht.
Und eine Bitte zum Schluss: Egal ob hetero, lesbisch oder schwul, ein Mensch liebt einen anderen Menschen. Gönnt ihnen ihre Liebe, ihr wollt auch geliebt werden, auch wenn ihr es vielleicht nicht zugebt.
Wie steht in der Bibel: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.